Wenn wir über Haustausch sprechen, denken wir oft nur an die Unterkunft selbst. Doch ein gelungener Tausch hängt auch von all den kleinen Aufmerksamkeiten ab, die aus einem einfachen Aufenthalt ein warmes und komfortables Erlebnis machen. Aber was kann man ganz praktisch außer dem Zuhause noch tauschen oder verleihen? Hier ein Überblick über die besten Ideen – ergänzt durch Erfahrungsberichte unserer Mitglieder –, um Ihren Aufenthalt und den Ihrer Gäste noch schöner zu gestalten!

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Mit HomeExchange entdecken Sie eine Reiseform, die weit über die Unterkunft hinaus Wert auf Teilen und Gastfreundschaft legt.

1. Fortbewegungsmittel

sein Auto umzutauschen

Ein Fortbewegungsmittel zur Verfügung zu stellen, kann Ihren Gästen das Leben erheblich erleichtern – besonders, wenn Ihre Unterkunft auf dem Land oder weit entfernt von öffentlichen Verkehrsmitteln liegt.

Auto

Wenn HomeExchange-Mitglieder mit dem Zug zum Tauschort reisen (was wir sehr empfehlen!), bleibt das Auto oft in der Garage. Das Fahrzeug zu verleihen, ist vermutlich die Geste, die den Aufenthalt der Gäste am meisten erleichtert. Egal ob Stadt, Land oder Berge – ein Auto ist praktisch und kostengünstig für Ausflüge in die Umgebung.

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Wichtig zu wissen: Autoverleih ist nicht durch die Garantien von HomeExchange abgedeckt.

Hier finden Sie alle wichtigen Infos, um einen sicheren Autotausch zu organisieren und Missverständnisse zu vermeiden.

Fahrräder

Radtourismus liegt im Trend – auch bei unseren Mitgliedern! Ob für Stadterkundung oder Ausflüge ins Umland: Wer sein Fahrrad verleiht, ermöglicht den Gästen eine Entdeckungstour im langsamen Tempo und fördert nachhaltigen Tourismus.

Achten Sie zur Sicherheit Ihrer Gäste darauf, Helme und Schlösser mitzugeben und den Zustand der Räder vorab zu prüfen.

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Wichtig zu wissen: Fahrräder sind ebenfalls nicht durch die HomeExchange-Garantien abgedeckt. Klären Sie die Bedingungen vorab mit Ihren Gästen.

Mehr dazu im Artikel: „Fahrräder beim Haustausch verleihen“

Nicht nur Räder sind nachhaltige Fortbewegungsmittel: Warum nicht auch andere zur Verfügung stellen? Zum Beispiel E-Scooter, Rollschuhe, Skateboards – oder sogar ein Ruderboot, wenn Sie in Wassernähe wohnen und lokale Sehenswürdigkeiten auf dem Wasserweg erreichbar sind.

“Bei einem unserer letzten Tausche durften wir ein Motorboot nutzen, um die ‘Hortillonnages d’Amiens’ zu besuchen. Es war großartig!” - Catherine

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Tipp: Geben Sie stets den Zustand der Geräte an und legen Sie Sicherheitshinweise bei.

Nicht personalisierte Fahrkarten oder Tickets

In Großstädten ein echter Bonus: Wenn Sie wiederaufladbare, nicht auf Namen ausgestellte Fahrkarten besitzen (z. B. Oyster Card in London, T+ Karte in Paris, TBM-Karte in Bordeaux), können Sie diese Ihren Gästen überlassen.

Das spart nicht nur Geld, sondern ist auch eine umweltfreundliche Geste.

2. Sport- und Freizeitausrüstung

Haustausch, Ausleihe von Gegenständen

Wenn Sie sportlich oder gerne draußen unterwegs sind – warum nicht Ihre Ausrüstung teilen? Vielleicht wecken Sie damit sogar das Interesse Ihrer Gäste an einem neuen Hobby!

  • Rucksäcke: ideal für Wanderungen
  • Bergausrüstung: Ski, Schneeschuhe, Schlitten, Wanderstöcke, Wanderschuhe etc.
  • Strandausrüstung: Surfboards, SUPs, Schnorchel, Bodyboards, Kanus, Strandtücher, Schirme, Klappstühle etc.
  • Spiele und Indoor-Aktivitäten: Puzzles, Kartenspiele, Bücher, Konsolen etc.

All diese Kleinigkeiten sorgen für unvergessliche Tauschmomente.

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Tipp: Je nach Saison können Sie ein kleines Freizeit-Set vorbereiten – z. B. Picknickkorb im Sommer oder ein Rucksack mit Thermoskanne und Fernglas im Winter.

„Wir haben einer spanischen Familie unsere Winterjacken geliehen, damit sie bei 7 Grad auf die Aiguille du Midi fahren konnten – im Juli! Und sie hatten für uns einen Strandwagen mit Eimern, Handtüchern und allem, was man braucht, bereitgestellt. So praktisch!“ - Lou

3. Ausstattung für Kinder und Babys

was man im Gegenzug verleihen kann

Wer Kinder hat, weiß: Urlaub mit Nachwuchs ist eine logistische Herausforderung. Alles vergessen außer dem Lieblingskuscheltier – und schon ist der Tag gelaufen. Wenn Sie bereits passende Ausstattung haben, teilen Sie sie mit Ihren Gästen:

  • Kinderwagen, Autositze, Reisebetten, Hochstühle, Flaschenwärmer, Babyphones …
  • Spielzeug, Kuscheltiere, Kinderbücher, Gartenspiele und Brettspiele …
  • Eine Kinderecke im Haus mit Malzeug, Büchern oder Spielen – das macht einen großen Unterschied.
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Tipp: Geben Sie in Ihrem Unterkunftsinserat genau an, was vorhanden ist, und weisen Sie auf empfindliche Gegenstände hin (z. B. geerbtes Gitterbett oder zerbrechliches Spielzeug).

4. Küche und kleine Alltagsfreuden

Leitfaden für den Haustausch

Eine gut ausgestattete Küche ist oft der Schlüssel zu einem gelungenen Haustausch. Sie ermöglicht es Gästen, lokale Zutaten zu verwenden, sich wie zuhause zu fühlen und nicht ständig auswärts essen zu müssen.

  • Küchengeräte: Mixer, Küchenmaschine, Kaffeemaschine, Crêpe-Pfanne etc.
  • Praktisches Zubehör: Kindergeschirr, Kühlbox, Lunchbox, Frischhaltedosen etc.
  • Grundausstattung: Salz, Öl, Kaffee, Tee, Gewürze … am besten mit einem kleinen „Bitte bedienen Sie sich“-Hinweis
  • Lokale Spezialitäten: Eine Flasche Wein, hausgemachte Marmelade oder ein lokales Produkt als Willkommensgruß
  • Selbstgekochte Gerichte: Einige Mitglieder bereiten sogar eine Mahlzeit vor oder füllen den Kühlschrank mit lokalen Köstlichkeiten
  • Ernte aus dem Garten: Gemüse, Kräuter oder Obst zur freien Entnahme
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Tipp: Für empfindliches oder hochwertiges Equipment unbedingt eine Anleitung hinterlassen. Und wenn bestimmte Dinge nicht verwendet werden sollen, klar kommunizieren.

„Unser Pizzaofen! Wir ermutigen Gäste ausdrücklich zur Nutzung – inklusive Anleitung und Rezept. Anfangs traut man sich vielleicht nicht ran, aber unsere Sommergäste hatten großen Spaß damit.“ – Florine

„Ich teile meinen großen Garten, die Obstbäume, das Gemüsebeet, schöne Ausflugsziele … und fast hätte ich’s vergessen: ein vorbereitetes Essen. Das war in Sardinien genauso – ein tolles Menü. Und viel Freude.“ – Violette

5. Garten-, Werkzeug- und Wartungszubehör

Aktien im Tausch gegen Häuser

Manche Gäste lieben es zu gärtnern, andere brauchen nur mal kurz einen Schraubenzieher. Hier eine kleine Auswahl an hilfreichem Zubehör:

  • Gartengeräte: Rasenmäher, Gießkanne, Gartenschere, Handschuhe – gerade bei längeren Aufenthalten kann es sinnvoll sein, Pflanzen zu gießen oder etwas im Garten zu tun.
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Tipp: Klare Anweisungen hinterlassen („Den Feigenbaum einmal pro Woche gießen“) und solche Aufgaben vor dem Tausch besprechen, um Missverständnisse zu vermeiden.

  • Werkzeug: Schraubenzieher, Klebeband, Glühbirnen, Mehrfachsteckdosen – diese Basics sind oft Gold wert
  • Gartenausstattung: Grill, Gartenmöbel, Hängematte, Planschbecken, Outdoor-Spiele (Mölkky, Boule, Frisbee etc.) – solche Extras werten den Aufenthalt enorm auf

6. Freizeitpässe, Reiseführer und lokale Tipps

Ausrüstung im Austausch teilen

Mit diesen kleinen Aufmerksamkeiten wird der Urlaub nicht nur angenehmer, sondern auch authentischer:

  • Stadtpläne, Wanderkarten, Broschüren, Reiseführer
  • Liste Ihrer Lieblingsorte: Restaurants, Märkte, Cafés, Hofläden, geheime Strände, Spazierwege, Aussichtspunkte
  • Praktische Infos: Marktzeiten, Taxi-Nummern, Fahrradverleih, Ärzteliste, Tierarzt in der Nähe
  • Eintrittskarten und Pässe: Wenn sie nicht personalisiert sind, gerne auch Tickets für Museen, Parks oder Freizeitangebote weitergeben
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Tipp: Ein kleines „Willkommensbuch“ mit wichtigen Infos auf dem Couchtisch hilft bei der Orientierung – inklusive Lieblingsadressen, Notfallnummern etc.

„Ich habe unsere Saisonkarten für Skigebiete, Wasserparks und Museen verliehen. In Montreal haben wir selbst vom ÖPNV-Pass und Museumsticket der Gastgeber profitiert – das war großartig.“ – Cassandra

7. Kleine Hilfsmittel und persönliche Gesten

sein Haus und dessen Inhalt zu tauschen

Es sind oft die kleinen Dinge, die große Wirkung zeigen – vor allem, wenn sie unerwartet sind:

  • Kleidung für unvorhersehbares Wetter: Regenjacken, warme Mäntel, Gummistiefel
  • Nützliches Zubehör: Regenschirme, wasserdichte Rucksäcke, Sonnencreme, Strandtaschen, Picknickdecken
  • Nützliche Helfer: Stirnlampen, Kerzen, Ferngläser, Thermoskannen

Und auch persönliche Extras kommen gut an:

  • Bücher oder Filme über die Region zur Einstimmung
  • Netflix-, Spotify-Zugang oder Bibliothekskarte für gemütliche Abende

8. Und das Ungewöhnliche!

Haustausch und Objektnutzung

Unsere Mitglieder sind kreativ – hier ein paar ihrer außergewöhnlichen Ideen:

  • Kindertausch?! Ja, auch Sprachreisen lassen sich über HomeExchange organisieren.

„Unsere Töchter wurden bei einer spanischen Familie mit Zwillingen aufgenommen – als Sprachreise. Danach haben wir sie ebenfalls bei uns aufgenommen.“ – Isabelle

  • Tiere versorgen: Wenn Sie Haustiere haben, können Gäste diese während Ihrer Abwesenheit betreuen. Tierliebe Gäste freuen sich oft über solche Aufgaben.

„Das Familienauto, die Monatskarte, Rabattcoupons, Fahrräder, Surfbretter – und neuerdings auch der Hund.“ – Valentin

„Kettcars, Fahrräder, Angelruten – aber auch Hühner, Ziegen, Katzen und Kaninchen.“ – Claire Lise

Fazit: Teilen ist der Geist des Haustauschs

HomeExchange ist vor allem ein Austausch zwischen zwei Lebenswelten. Teilen ist ein Grundpfeiler dieser Reiseform – und es geht weit über das Haus hinaus.

Wer ein paar Dinge verleiht, erlaubt den Gästen, den Alltag vor Ort mitzuerleben, die Region wie Einheimische zu entdecken – und vor allem: mit einem Lächeln wieder abzureisen.

Was Sie anbieten, ist nicht einfach eine Unterkunft – es ist eine menschliche Erfahrung.

Und genau das macht das Reisen mit HomeExchange so wertvoll.

„Diesen Sommer hatten wir einen wechselseitigen Tausch mit einer wunderbaren Familie aus Québec, die so tickt wie wir. Sie haben uns geliehen:
Ihr Auto (und wir ihnen unseres)
Einen gefüllten Kühlschrank mit Lebensmitteln für die Woche, inkl. regionaler Spezialitäten (super, weil wir keine Zeit im Supermarkt vergeudet haben und neue Essgewohnheiten kennengelernt haben!)
Eine Kühlbox mit Kühlakkus – klingt banal, war aber bei Picknicks Gold wert!
Wir wiederum haben ihnen unseren Mautchip für die Autobahn gelassen.“ – Aurélie

Teilen im Alltag – warum nur beim Haustausch?

Der Gedanke des Teilens endet nicht mit dem Urlaub. Immer mehr Apps fördern gemeinschaftliche Nutzung – mit denselben Werten: nachhaltig, nachbarschaftlich, solidarisch.

  • Facebook: Lokale Gruppen für viele Themen
  • Nebenan.de: Ideal für spontanen Nachbarschafts-Tausch und lokale Tipps.
  • Zahlreiche kleinere Plattformen, die lokal Leihen, Tauschen oder Nachbarschaftshilfe ermöglichen